Der
Dorfbrunnen
Der
Bach, der unter dem heutigen Dorfbrunnen verläuft, war wohl
massgeblicher Grund für die ersten Siedlungen in der Jungsteinzeit
in der heutigen Gemarkung Mittelbuchen. "Die Bach" war
dann auch nachweislich die Hauptversorgungquelle für Trinkwasser
in Mittelbuchen bis dann um das Jahr 1650 der erste Brunnen am
damaligen Untertor - etwa im Bereich der Alten Rathausstraße
11 - entstand. Der heutige Dorfbrunnen ist der einzige noch erhaltene
von ehemals vier oder fünf im Ort verteilten Brunnen, die
Mittelbuchen mit Wasser versorgten. Der älteste bekannte
und auch noch erhaltene Brunnen ist der von einem alten Gewölbe
überdeckte "Alte Keller" (früher Heide-Born
genannt), etwa eineinhalb Kilometer außerhalb des Ortes
an der Gemarkungsgrenze zu Kilianstädten gelegen. Es wird
vermutet, dass dieser bereits zu Römerzeiten durch Wasserleitungsrohre
hiesige römische Gasthöfe mit Wasser versorgte.
Das
alte Schulhaus
Das
alte Schulhaus wurde noch im 16. Jh. im Fachwerkstil gebaut und
befindet sich an der heutigen Obertorstraße 15. Im Vergleich
zu den damals eher kleinen Häusern, war das zweistöckige
Schulhaus ein imposantes Gebäude. Man geht davon aus, dass
es der damalige Pfarrer Emmel war, der die im Zuge der Lutherschen
Reformation den Bau der Schule initiierte und die schwere Aufgabe
übernahm, zunächst die Bevölkerung von der Wichtigkeit
und Sinnhaftigkeit des Lesens und Schreibens zu überzeugen.
Jedoch er schaffte es, und es wurde ein Schulmeister eingestellt,
der die Kinder in den Fächern Lesen, Schreiben, Religion
und Singen zu unterrichteten. Das karge Gehalt des Schulmeister
setzte sich zusammen aus einem kleinen Schulgeld,
dass die Eltern der Kinder zu zahlen hatten, und den Rest, den
er zum Leben brauchte, musste er sich in einem nebenbei ausgeübten
bürgerlichen Beruf dazuverdienen.
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